War es das schon mit der Überschallgeschwindigkeit?

Für die Menschen war es schon seit dem Bau der ersten Flugzeuge überhaupt ein Wunschtraum, mit Überschallgeschwindigkeit zu fliegen. Die Concorde sowie die russische Tupolew machten diesen Traum erstmals auch für die zivile Luftfahrt möglich. Doch mittlerweile scheint die Luft aus diesem Konzept raus zu sein. Schon lange wird nicht mehr an einem realistischen Modell mit Geschwindigkeiten jenseits der 2.000 Kilometer pro Stunde geforscht. Woran das liegt? Nun, vor allem an der mangelnden Profitabilität eines solchen Experimentes. Boeing, Airbus und andere Flugzeugbauer bleiben daher vorsichtig.

Eine Katastrophe, die das Ende ankündigte

Der Absturz von

Air France Flug 4590 bedeutete eine dramatische Wende für die zivile Luftfahrt. Bei diesem Flug stürzte nämlich nicht nur irgendein Flugzeug ab und nahm 150 Menschen mit in den Tod, sondern der ganze Stolz der französischen Wirtschaft: die Concorde. In Zusammenarbeit mit den Briten entwickelt, war die Concorde der bekannteste und bis dato einzige Überschallflieger für normale Passagiere aus einem westlichen Land. Eine Verkettung unglücklicher Umstände, konkret ein verlorenes Teil der zuvor gestarteten Maschine, löste die Katastrophe aus. Da sich Teile des Treibstoffs in den Flügeln befanden, fingen diese sofort Feuer. Mit dem Absturz wurde dann auch das Ende der Concorde eingeleitet. Keine drei Jahre später verschwand der Flieger endgültig vom Markt. Bis heute folgte kein neues Überschallmodell.

Das große Problem des Energieverbrauchs

Bevor die Concorde das erste Mal abhob, wurde bereits von der nächsten Revolution geschwärmt. Paris – New York in weniger als drei Stunden, das war schon beachtlich. Worauf hingegen weniger geachtet wurde, war der beachtliche Spritverbrauch des Überschalljets. Doppelte Geschwindigkeit heißt im Luftverkehr nämlich nicht doppelt so viel Kerosin, sondern ein vielfaches davon. Für ökonomisch denkende Airlines war damit schnell klar, dass sie auf die Concorde verzichten würde. Lediglich aus Gründen des Prestiges wurde das Flugzeug auch weiter eingesetzt.

Neue Konzepte liegen in der Schublade

Ja, es gibt neue Konzepte und Designs für einen Überschalljet. Doch mit dem ganz großen Geld der Regierungen und Flugzeugbauer wird keines davon unterstützt. Noch immer hält man das Durchbrechen der Schallmauer für einen sehr energieaufwendigen Effekt. Preislich gesehen richten sich solche Flieger ohnehin nur an eine bestimmte Klientel. In Zeiten von Billigfliegern werden die neuen Konzepte daher vermutlich erst einmal in der Schublade bleiben.


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