{"id":17,"date":"2018-08-07T22:33:05","date_gmt":"2018-08-07T22:33:05","guid":{"rendered":"https:\/\/fast-aero.com\/?p=17"},"modified":"2018-08-30T14:54:41","modified_gmt":"2018-08-30T14:54:41","slug":"zwei-unternehmen-und-eine-harte-konkurrenzsituation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fast-aero.com\/?p=17","title":{"rendered":"Zwei Unternehmen und eine harte Konkurrenzsituation"},"content":{"rendered":"<p><img src='https:\/\/fast-aero.com\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2018\/08\/1-1.jpg' style='max-height:250px;float:left; margin:10px;'><\/p>\n<h2>Das Duopol am Himmel<\/h2>\n<p>Teilen sich zwei Unternehmen einen Wirtschaftssektor unter sich auf, spricht man gemeinhin von einem Duopol. Eines der bekanntesten Duopole findet sich in der Luftfahrt, n\u00e4mlich bei Boeing und Airbus. Nachdem der US-amerikanische Boeing-Konzern den anderen Player aus Nordamerika, n\u00e4mlich McDonnell Douglas \u00fcbernommen hat, gibt es bei gro\u00dfen und mittelgro\u00dfen Flugzeugen de facto keine Konkurrenz mehr. Dass sich daran schon bald etwas \u00e4ndern k\u00f6nnte, erscheint eher unwahrscheinlich. Immerhin steckt in einem modernen Flugzeug viel Technik, die zuerst einmal entwickelt werden muss. Dies dauert seine Zeit und ist f\u00fcr neue Player auf dem Markt daher nur schwer m\u00f6glich. Das Duopol bleibt damit vorerst bestehen.<\/p>\n<h2>Zwei Riesen gegeneinander und die Regierungen im Hintergrund<\/h2>\n<p>Wesentliche Unterst\u00fctzung erfahren die Flugzeugbauer von den m\u00e4chtigen Regierungen im Hintergrund. Im konkreten Fall von Airbus und Boeing also von den amerikanischen sowie EU-Beh\u00f6rden. Beide Lobbys versuchen mit politischer Arbeit<img src='https:\/\/fast-aero.com\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2018\/08\/1-2.jpg' style='max-height:250px;float:right; margin:10px;'> im Hintergrund zu \u00fcberzeugen. Beispielsweise werden bilaterale Gespr\u00e4che gerne daf\u00fcr genutzt, um Werbung in eigener Sache zu machen. Auftr\u00e4ge in der Luftfahrt sind dann zum Beispiel Teil ganzer Pakete, um die eigene Wirtschaft zu st\u00e4rken. Nehmen wir die staatlichen Airlines der Golfstaaten zum Beispiel. Hier ist es so, dass der Kauf von Flugzeugen oft mit der Abnahme von \u00d6l oder Gas kombiniert und schmackhaft gemacht wird.<\/p>\n<h2>Es kommt auf jeden Auftrag an<\/h2>\n<p>L\u00e4ngst ist der Kampf um den besten Auftrag zur Lebensversicherung f\u00fcr Airbus und Boeing geworden. Nur wer dauerhaft viele Flugzeuge an den Mann bringen kann, verdient auch ein gutes Geld. So gut wie jedes Modell muss sitzen, sprich, darf nicht zu wenig verkauft werden. Der Grund daf\u00fcr ist recht simpel: Die Entwicklungskosten f\u00fcr ein neues Flugzeug sind einfach unfassbar hoch. In der Folge sind Modelle oft auch nach 40 oder 50 Jahren noch erh\u00e4ltlich und werden nur geringf\u00fcgig umge\u00e4ndert. Nehmen wir die Boeing 747 zum Beispiel, die Ende der 60er das erste Mal abhob und bis <img src='https:\/\/fast-aero.com\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2018\/08\/1-4.jpg' style='max-height:250px;float:left; margin:10px;'>018 auf der Liste des Herstellers stand.<\/p>\n<h2>Flugmessen und ihre Bedeutung<\/h2>\n<p>Flugmessen dienen dazu, neue Flugzeugtypen oder sonstige technische Errungenschaften vorzustellen. Was f\u00fcr die Erbauer noch viel wichtiger ist: Hier werden die gro\u00dfen Zukunftsvertr\u00e4ge abgeschlossen. Bosse der Airlines treffen auf Staatsoberh\u00e4upter und Regierungschefs. Politische Unterst\u00fctzung ist oft entscheidend, um einen Auftrag zu bekommen. Besteht hingegen zwischen dem Land des Flugzeugbauers und dem der Airline Feindschaft, so wird es deutlich schwieriger.<\/p>\n<h2>Gro\u00dfeink\u00e4ufer vom Golf<\/h2>\n<p>Kaum eine Region hat sich zu einem solch wichtigen Dauerkunden entwickelt wie die Staaten des<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Persischer_Golf\">Persischen Golfs<\/a> mit ihren Milliarden aus dem \u00d6lgesch\u00e4ft. Die gro\u00dfen staatlichen Airlines kaufen und kaufen. Sie bevorzugen dabei vor allem die Modelle, die von Haus aus mit einem gro\u00dfen Prestige daherkommen, wie beispielsweise den Airbus A380. Auch die Boeing 777 ist bei diesen Kunden beliebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Duopol am Himmel<br \/>\nTeilen sich zwei Unternehmen einen Wirtschaftssektor unter sich auf, spricht man gemeinhin von einem Duopol. 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